Während Washington Ultimaten verschickt, übt sich der Rest der Welt im kollektiven Luftanhalten – zwischen Ölpreisexplosion und geopolitischem Größenwahn
Preise explodieren, Kriege laufen, Bürger zahlen – und die Regierung entdeckt ihre Lieblingsmaßnahme: darüber reden
Wenn Propaganda ein Perpetuum mobile wäre, hätte der Iran längst mehrfach die Welt zerstört – zumindest in den Köpfen derer, die davon politisch leben
Wenn „Kapitulation“ nur ein böses Wort ist, aber die Realität längst anklopft – Washington entdeckt die Grenzen seiner Allmacht im Spiegel der eigenen Illusionen
Die EU entdeckt die Wahleinmischung – allerdings nur dann, wenn sie sie selbst nicht betreibt
Während die Welt noch die letzten „Befreiungen“ verdaut, plant Washington schon den nächsten Feldzug – diesmal als persönliche Ehrensache von Donald Trump
Während Raketen fliegen und Diplomaten zitiert werden, übt sich Berlin weiter in der Königsdisziplin der Politik: betreutes Wegsehen mit Haltung
Wenn Bündnistreue zur Erpressungswährung wird, zahlt am Ende der Bürger – bar, versteht sich
Ungarn soll offenbar lernen, dass „europäische Werte“ in Brüssel manchmal erstaunlich viel mit politischer Anpassungsfähigkeit – und erstaunlich wenig mit ehrlicher Politik zu tun haben
Während Ursula von der Leyen plötzlich entdeckt, dass Strom für Industrie wichtig ist, Viktor Orbán Morddrohungen erhält und Spaniens Premier nicht einmal mehr ans Telefon geht, versucht Bundeskanzler Friedrich Merz weiterhin herauszufinden, ob Europas Politik vielleicht irgendwo zwischen Washington und Wunschdenken stattfindet