Wenn das Völkerrecht je nach geopolitischer Wetterlage seine Bedeutung wechselt und die Leitmedien in Deutschland auffallend geschlossen schweigen, stellt sich zwangsläufig die Frage: Berichten sie noch unabhängig – oder verwalten sie längst das gewünschte Narrativ?
Wenn das Völkerrecht zur politischen Knetmasse wird, entscheidet offenbar nicht mehr das Recht, sondern die geopolitische Interessenlage. Der Vergleich zwischen Kosovo und Krim zeigt vor allem eines: Der Westen misst mit zweierlei Maß
Während Ankara und Jerusalem immer näher an einen militärischen Zusammenstoß geraten, klammert sich Europa an seine Sonntagsreden. Zwischen Völkerrecht, Doppelmoral und geopolitischer Selbsttäuschung droht der Westen erneut in einen Konflikt hineinzustolpern, den er weder versteht noch kontrolliert
Während man bei Renten, Pflege und öffentlichen Leistungen den Rotstift mit religiösem Eifer schwingt, wird für Panzer, Munition und geopolitische Muskelspiele plötzlich das Füllhorn entdeckt
Vom Friedensprojekt zur Rüstungsunion – marschiert der Kontinent schlafwandelnd in den Dritten Weltkrieg?
Wie aus Vermutungen Gewissheiten, aus Gerüchten Bedrohungen und aus blinkenden Lichtern beinahe ein NATO-Fall wurden
Wenn Diplomatie nur noch Empörung verwaltet und Tote nach Bündniszugehörigkeit sortiert werden
Wenn tote Kinder zu geopolitischen Recheneinheiten werden und jede Rakete angeblich „alternativlos“ ist
Wenn drei Großmächte den Globus aufteilen wie eine Familienpizza – und Europas Eliten begeistert die Getränkerechnung übernehmen
Die Vereinigten Arabischen Emirate verlassen die OPEC – und plötzlich zeigt sich wieder einmal, dass „wertebasierte Weltordnung“ am Ende vor allem bedeutet: Wer den Ölhahn kontrolliert, schreibt die Moralpredigten