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Peter Martin

Sarkasmus-Spiegel
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Sarkasmus
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Während die Welt noch die letzten „Befreiungen“ verdaut, plant Washington schon den nächsten Feldzug – diesmal als persönliche Ehrensache von Donald Trump
Während Raketen fliegen und Diplomaten zitiert werden, übt sich Berlin weiter in der Königsdisziplin der Politik: betreutes Wegsehen mit Haltung
Wenn „regelbasierte Ordnung“ plötzlich nach Kanonenbootpolitik riecht, wird aus Handel ganz schnell Hochseepoker – und aus Recht bloß noch ein flexibles Dekor
Wenn Bündnistreue zur Erpressungswährung wird, zahlt am Ende der Bürger – bar, versteht sich
Der Westen entdeckt seine Empörung neu – allerdings nur, wenn sie geopolitisch kompatibel ist
Während Europa unbedingt am Ukraine-Verhandlungstisch sitzen will, erklärt die Welt höflich, dass man ohne militärische Macht, diplomatischen Einfluss und strategische Bedeutung leider nur Zuschauer bleibt
Ungarn soll offenbar lernen, dass „europäische Werte“ in Brüssel manchmal erstaunlich viel mit politischer Anpassungsfähigkeit – und erstaunlich wenig mit ehrlicher Politik zu tun haben
Während in Deutschland die angeblich marode „russische Schattenflotte“ als ökologische Apokalypse beschwört, verwandeln sich explodierende Tanker im Mittelmeer plötzlich in klimafreundliche Kollateralschäden der Wertegemeinschaft
Während Ursula von der Leyen plötzlich entdeckt, dass Strom für Industrie wichtig ist, Viktor Orbán Morddrohungen erhält und Spaniens Premier nicht einmal mehr ans Telefon geht, versucht Bundeskanzler Friedrich Merz weiterhin herauszufinden, ob Europas Politik vielleicht irgendwo zwischen Washington und Wunschdenken stattfindet
Altpräsident Gauck erklärt den Vertrauensverlust der Bürger – während Bundeskanzler Friedrich Merz weiterhin versucht herauszufinden, ob Deutschlands Interessen vielleicht irgendwo zwischen Washington und Wall Street liegen

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