90 Milliarden gegen Tugend: Wenn Skandale plötzlich nützlich werden und Souveränität zur verhandelbaren Größe schrumpft
Man verhandelt mit dem Iran über nukleare Enthaltsamkeit – und probt parallel den europäischen Atomschlag. Willkommen im Zeitalter der strategischen Schizophrenie
Wenn alte Bündnisse wackeln, bastelt man sich eben neue – mit denselben Akteuren, denselben Interessen und einer noch größeren Portion Selbstüberschätzung
Wie man einen Kredit vergibt, den niemand zurückzahlt, mit Geld, das niemand hat, für Waffen, die alle brauchen – und das Ganze dann „Hilfe“ nennt
Wenn die Welt am Abgrund steht, reicht ein bisschen mehr Entschlossenheit – am besten nuklear verpackt und rhetorisch als Sicherheitsmaßnahme verkauft
Die EU entdeckt ihre militärische Eigenständigkeit – 70 Jahre zu spät, aber mit umso größerem Enthusiasmus und einer PowerPoint-Präsentation zur kollektiven Verteidigung
Frankreich zwischen nuklearer Großmachtpose und leergefegten Lagerhallen: Wie man strategische Abschreckung predigt, während man verzweifelt die Restbestände zusammenkratzt
Atomare Planspiele, Blockadefantasien und militärische Parallelstrukturen: Wie man Eskalation organisiert, während man gleichzeitig das Wort „Deeskalation“ buchstabiert – eine Groteske in mehreren Akten
Wie man mit selektivem Gedächtnis, moralischem Jonglieren und einer Prise betreuter Empörung selbst aus handfesten politischen Eskapaden noch eine saubere Schlagzeile bastelt – eine Lehrstunde moderner Nachrichtenveredelung
Washington verhandelt mit dem Iran wie ein Pyromane mit dem Feuerlöscher: erst anzünden, dann überrascht feststellen, dass es brennt – und anschließend eine Pressekonferenz über Deeskalation halten