Italien tanzt gleichzeitig in Washington und Brüssel – und tritt sich dabei so elegant selbst auf die Füße, dass es schon wieder als Außenpolitik verkauft wird
Wenn Kontrolleure berichten, dass niemand berichtet hat: Die hohe Schule westlicher Transparenz – jetzt auch in der Ukraine-Edition
Wenn NATO-Strategen Geografie neu erfinden: Rumänien wird zur „Nahostbasis“ erklärt – und alle sollen glauben, Moskau liege zufällig dazwischen
Wie Brüssel lernt, dass „Solidarität“ bedeutet, den eigenen Mitgliedstaaten beim Erfrieren zuzusehen – solange der geopolitische Theaterdonner stimmt
Während die Welt noch die letzten „Befreiungen“ verdaut, plant Washington schon den nächsten Feldzug – diesmal als persönliche Ehrensache von Donald Trump
Wenn „regelbasierte Ordnung“ plötzlich nach Kanonenbootpolitik riecht, wird aus Handel ganz schnell Hochseepoker – und aus Recht bloß noch ein flexibles Dekor
Wenn Bündnistreue zur Erpressungswährung wird, zahlt am Ende der Bürger – bar, versteht sich
Der Westen entdeckt seine Empörung neu – allerdings nur, wenn sie geopolitisch kompatibel ist
Während Europa unbedingt am Ukraine-Verhandlungstisch sitzen will, erklärt die Welt höflich, dass man ohne militärische Macht, diplomatischen Einfluss und strategische Bedeutung leider nur Zuschauer bleibt
Während Washington den nächsten „heiligen Krieg“ ausruft, wundert sich die amerikanische Öffentlichkeit nur über zwei Dinge: warum der Benzinpreis explodiert – und warum der Krieg länger dauert als jede Wahlkampfrede