Während Selensky seine Generäle und Günstlinge im Kreis schiebt wie abgelaufene Schachfiguren, halten die europäischen Strippenzieher den Deckel fest auf dem Topf. In deutschen Medien herrscht derweil andächtige Stille – man will den „Demokraten“ ja nicht beim Machtkampf stören
Der große europäische Energie-Crashtest: Wenn Wasser fehlt, Wind schläft, Solaranlagen schwächeln und Atomkraftwerke wegen Hitze drosseln müssen, entdeckt die politische Elite plötzlich ihre Lieblingsausrede – nur die eigene Energiepolitik soll selbstverständlich unschuldig sein
Von Nord Stream nach Leipzig/Halle: Erst führt die deutsche Spur bei der Pipeline-Sabotage in die Ukraine – dann taucht eine Sprengstoffdrohne an einer ukrainischen Antonow auf
Während man in Berlin noch über den nächsten Ukraine-Hilfspaket-Applaus diskutiert, baut Washington in Ostasien fleißig den nächsten Stellvertreterkrieg auf. Mit Japan als willigem, historisch vorbelastetem Partner und Nordkorea als bequemem Bösewicht
Während in Berlin und Hamburg die Siegesfanfaren geblasen werden, erklärt ein Bloomberg-Kolumnist ganz ungeniert, dass Kiew gerade den nächsten strategischen Schlag kassiert – und der Westen wieder einmal den entscheidenden Moment verpennt hat
Während Behörden noch rätseln, hat der Spiegel den hybriden Weltkrieg schon ausgerufen und den Bündnisfall mental durchgespielt. Peinlich nur, dass die fliegende Bombe lieber chillte als explodierte
Während die Bürger die Kosten des Stellvertreterkriegs spüren, tanzen die Verantwortlichen weiter vor den Projektionen der Medienwand – und halten jeden, der die Höhle verlassen will, für einen Verräter
Wenn Brüssel, Washington und Berlin Sanktionen beschließen, ist das offenbar gleich die ganze Welt. Dumm nur, dass draußen noch ein paar Milliarden Menschen leben, die niemand gefragt hat
Wenn die Donau zum Rinnsal wird, Atomkraftwerke abschalten müssen und der Strom knapp wird, entdeckt Europas Politik plötzlich die Gesetze der Physik. Leider lassen sich Windräder weder mit Pressekonferenzen noch mit moralischer Überlegenheit antreiben
Während Macron in Versailles für 700.000 Euro Champagner für Trump auftischt und gleichzeitig im UN-Sicherheitsrat von den Amerikanern demonstrativ verlassen wird, drohen 100-Prozent-Zölle auf französischen Wein – die „westliche Wertegemeinschaft“ hat sich endgültig in eine hässliche Scheidung verwandelt