Verfassungsgericht auf Bewerberbörse – jetzt auch mit ideologischer Selbstentblößung!
Veröffentlicht von Peter Martin in Politik · Freitag 18 Jul 2025 · 1:30
Tags: Verfassungsgericht, Bewerberbörse, ideologische, Selbstentblößung, Bundesverfassungsgericht, juristische, Exzellenz, kulturelle, Grabenkämpfe, ideologische, Leichtfertigkeit
Tags: Verfassungsgericht, Bewerberbörse, ideologische, Selbstentblößung, Bundesverfassungsgericht, juristische, Exzellenz, kulturelle, Grabenkämpfe, ideologische, Leichtfertigkeit
Kommentar der Redaktion – www.sarkasmus-spiegel.de
Die Besetzung des Bundesverfassungsgerichts ist offenbar nicht mehr primär eine Frage juristischer Exzellenz, sondern ein Spiegelbild kultureller Grabenkämpfe und ideologischer Leichtfertigkeit. Besonders im Fall Frauke Brosius-Gersdorf scheint es weniger um das Grundgesetz als um ein Gesellschaftsbild zu gehen, das mit dem schlichten Satz „Verantwortung übernehmen“ nicht mehr viel anfangen kann.
Wer öffentlich das hohe Lied auf Abtreibungsfreiheit singt, als wäre es ein neues Menschenrecht, das den alten Schinken „Verantwortung“ ersetzt, der sollte vielleicht eher an einer Philosophiefakultät diskutieren, aber nicht in Karlsruhe das Fundament unserer Verfassung interpretieren. Das Bundesverfassungsgericht ist kein moralischer Debattierclub, sondern der letzte Verteidigungsposten gegen Beliebigkeit, Staatsversagen und Willkür.
Dass man nun von Seiten der SPD krampfhaft an der Personalie festhält, während selbst CSU-Schwergewichte wie Söder und Dobrindt – sonst eher für markige Stammtischsätze als für feinsinnige Argumente bekannt – zur Mäßigung raten, zeigt, wie sehr es hier um Machtdemonstration statt um juristische Eignung geht.
Die Frage, ob ein Mensch, der sich öffentlich für das Recht auf verantwortungsfreien Lebensstil stark macht, geeignet ist, über Normen mit höchster Geltungskraft zu urteilen, darf gestellt werden. Wer sich mit Haltung schmückt, sollte auch mit Gegenwind rechnen. Karlsruhe ist nicht Netflix – hier geht es nicht um progressive Drehbücher, sondern um die Bindung der Macht an das Recht.
Die rote Linie liegt nicht im politischen Lagerdenken, sondern im Verfassungskern. Wer das nicht mehr erkennt, hat auf dem Richterstuhl nichts verloren.
