Teuer, teurer, EU – Hauptsache ideologisch korrekt
Veröffentlicht von Peter Martin in Politik · Mittwoch 18 Mär 2026 · 4 Minuten
Tags: Teuer, teurer, EU, Ursula, von, der, Leyen, Energiepreise, ideologisch, korrekt, günstigste, Lösung, Verbot, Konsequenz, Gerücht
Tags: Teuer, teurer, EU, Ursula, von, der, Leyen, Energiepreise, ideologisch, korrekt, günstigste, Lösung, Verbot, Konsequenz, Gerücht
Ursula von der Leyen entdeckt steigende Energiepreise – und beschließt, die günstigste Lösung weiterhin zu verbieten. Konsequenz ist schließlich auch nur ein Gerücht
Es gibt politische Einsichten, die kommen spät.
Und es gibt solche, die kommen so spät, dass sie fast schon wieder als Satire durchgehen.
Die Erkenntnis, dass hohe Energiepreise der europäischen Wirtschaft schaden, gehört zweifellos in die zweite Kategorie.
Nach Jahren politisch organisierter Verteuerung von Energie stellt die EU-Kommissionspräsidentin nun fest:
Teuer ist… teuer.
Man möchte gratulieren.
Die große Entdeckung: Realität existiert
In einem Schreiben räumt Ursula von der Leyen ein, dass steigende Energiepreise – ausgelöst durch geopolitische Spannungen und eigene politische Entscheidungen – der Wirtschaft „einen schweren Schlag“ versetzen könnten.
Könnten.
Als ob die Industrie nicht längst dabei wäre, diesen Schlag täglich zu spüren.
Als ob Unternehmen nicht bereits abwandern, Produktionen drosseln oder schlicht kapitulieren.
Doch keine Sorge:
Die EU hat einen Plan.
Der Plan: Mehr vom Falschen
Die Lösung besteht aus einer bewährten Mischung:
-
Subventionen
-
Preisdeckel
-
regulatorische Anpassungen
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und natürlich: dem unerschütterlichen Festhalten am großen Projekt
European Green Deal
Das ist ungefähr so, als würde man ein brennendes Haus löschen, indem man die Heizkosten senkt.
Das Feuer bleibt.
Aber wenigstens fühlt es sich politisch richtig an.
Subventionen – der Lieblingssport der Ratlosen
Besonders elegant ist die Idee, hohe Energiepreise einfach zu subventionieren.
Wenn Energie zu teuer ist, bezahlt eben der Staat den Unterschied.
Das Problem wird nicht gelöst.
Es wird nur umverteilt.
Vom Stromkunden zum Steuerzahler.
Was zufällig oft dieselbe Person ist.
Ein Kreislauf, der so genial ist, dass man ihn fast für Absicht halten könnte.
Preisdeckel – wenn Realität auf Ideologie trifft
Noch kreativer wird es beim Thema Preisobergrenze.
Wenn Energie weltweit teurer wird, beschließt man in Europa einfach, dass sie es nicht sein darf.
Ein beeindruckendes Beispiel politischer Selbstermächtigung gegenüber physikalischen und ökonomischen Gesetzmäßigkeiten.
Die mögliche Folge?
Energieanbieter liefern weniger.
Kraftwerke rechnen sich nicht mehr.
Versorgungslücken entstehen.
Aber auch dafür gibt es eine Lösung:
noch mehr Subventionen.
Die heilige Kuh: Der Green Deal
Und während all das diskutiert wird, bleibt ein Punkt unantastbar:
Der European Green Deal darf nicht infrage gestellt werden.
Egal, was passiert.
Egal, wie hoch die Kosten sind.
Egal, wie sehr die Realität dagegen spricht.
Man könnte fast meinen, es handle sich weniger um ein politisches Programm als um eine Glaubensfrage.
Die verbotene Lösung
Dabei gäbe es eine einfache, geradezu banale Möglichkeit, die Energiepreise zu senken:
Mehr Angebot.
Günstigere Quellen.
Zum Beispiel Gas aus Russland.
Doch genau diese Option bleibt kategorisch ausgeschlossen.
Nicht aus technischen Gründen.
Nicht aus wirtschaftlichen Gründen.
Sondern aus politischen.
Oder genauer:
aus ideologischen Gründen.
Politik als Selbstzweck
Das Ergebnis ist ein System, das sich selbst widerspricht:
Man erkennt das Problem.
Man benennt die Folgen.
Man entwickelt Maßnahmen.
Man benennt die Folgen.
Man entwickelt Maßnahmen.
Und sorgt gleichzeitig dafür, dass die eigentliche Ursache bestehen bleibt.
Das ist keine Politik mehr.
Das ist ein geschlossener Kreislauf aus Problemproduktion und Problembekämpfung.
Summa summarum
Am Ende bleibt eine bemerkenswerte Erkenntnis:
Die EU hat kein Energieproblem.
Sie hat ein Realitätsproblem.
Denn solange man bereit ist, ganze Volkswirtschaften mit immer neuen Milliarden zu stabilisieren, anstatt grundlegende Fehlentscheidungen zu korrigieren, wird sich nichts ändern.
Außer den Kosten.
Und die steigen zuverlässig weiter.
Aber vielleicht ist genau das der Plan:
Wenn alles teuer genug ist, fällt irgendwann nicht mehr auf, wie teuer es wirklich geworden ist.
