Sarkasmus-Spiegel.de – Kommentar
Veröffentlicht von Peter Martin in Politik · Montag 14 Jul 2025 · 2:45
Tags: Sarkasmus, Spiegel, westliche, Wertegemeinschaft, Menschenrechte, moralischer, Kreis, Kaliber, 155, Kommentar, Gesellschaftskritik, Doppelmoral
Tags: Sarkasmus, Spiegel, westliche, Wertegemeinschaft, Menschenrechte, moralischer, Kreis, Kaliber, 155, Kommentar, Gesellschaftskritik, Doppelmoral
Partner im Völkermord: Wenn Menschenrechte nur auf der Exportpalette liegen
Herzlichen Glückwunsch, werte westliche Wertegemeinschaft! Ihr habt es wieder einmal geschafft, die Quadratur des moralischen Kreises in Perfektion zu vollführen: Mit der einen Hand Menschenrechte predigen – und mit der anderen Hand Kaliber 155 verkaufen. Der Gazastreifen brennt, die Welt schaut betroffen – und Lockheed Martin, Rheinmetall & Co. freuen sich über das Quartalsergebnis.
Israel schlachtet, der Westen liefert – und nennt das „Solidarität“
Was in Gaza geschieht, nennen internationale Juristen mittlerweile Völkermord. Was tut der Westen? Er sendet Beileidsbekundungen – und dann nochmal ein paar Milliarden Dollar in Waffenkisten hinterher. Die USA, Deutschland, Großbritannien – sie alle vergießen Tränen, aber nur, wenn sie sich dabei im Spiegel ihrer Doppelmoral bewundern dürfen.
Der neueste Coup: 186.000 tote Palästinenser? Ach, das lässt sich doch prima in Excel-Zellen unter „Kollateralschäden“ einpflegen. „The Lancet“ spricht von systematischer Vernichtung – Washington hingegen spricht von „Verpflichtungen aus dem MoU (Memorandum of Understanding)“. Klingt gleich viel technokratischer, oder?
Die neue Nächstenliebe heißt: Wir liefern, ihr sterbt
Es ist geradezu rührend, wie westliche Regierungen bei Waffenlieferungen plötzlich das Vertragsrecht entdecken. „Man müsse laufende Aufträge respektieren“, sagt Italien. Großbritannien pausiert – aber nicht die Lieferungen, nur die Bearbeitung der Exportgenehmigungen. Die einen verfeuern Raketen, die anderen halt Bürokratie. Win-win.
Und Deutschland? Das Land, das sich auf seine „besondere Verantwortung“ beruft, liefert weiter fleißig mit. Natürlich nur „zur Verteidigung“. Wobei nicht ganz klar ist, wer hier wovor verteidigt werden soll – vermutlich vor den letzten Resten von Anstand.
Moral im Ausverkauf: Jetzt auch als 12-Milliarden-Dollar-Edition
Dass der Westen inzwischen fast 70 % aller schweren Waffen weltweit liefert, ist keine Randnotiz – es ist der Soundtrack des globalen Desasters. Die NATO liefert die Gewehre, Israel zieht den Abzug, und der globale Süden liefert die Leichen. Aber keine Sorge – es gibt dazu bald sicher ein neues Werbevideo mit orchestraler Musik und Drohnenflug über blühende Waffentechnologieparks.
Summa summarum:
Der Westen als Friedensmacht? Nur, wenn Frieden nicht profitabel ist.
Die westliche Außenpolitik gleicht inzwischen einer Parodie auf sich selbst: Man verurteilt mit scharfen Worten – und schärft im Hintergrund gleich die nächste Waffenladung. Gaza? Nur ein weiterer Schlachtplatz in der globalen PR-Schlacht zwischen „regelbasierter Ordnung“ und „regelbasierter Ausrottung“.
Und wer das anspricht, bekommt den Maulkorb verpasst. Antisemitismus, Putinfreund, Terrorversteher – wählen Sie die passende Keule für Ihre Kritik am exportierten Völkermord.
Doch was wäre, wenn der globale Süden irgendwann sagt: Schluss damit?
Wenn er erkennt, dass westliche Fabriken nicht Demokratie, sondern Tod exportieren? Wenn er beschließt, nicht länger Spielball einer Weltordnung zu sein, in der die Menschenrechte nur dort gelten, wo keine Rohstoffe lagern?
Dann, liebe Freunde des strategischen Waffenexports, dann könnte euer glitzerndes Narrativ endlich bröckeln. Und eure moralische Lufthoheit – sich in nichts auflösen wie Phosphor über Gaza.
Der Kommentar stammt aus einer Welt, in der Worte noch etwas bedeuten.
Ob sie je wieder in der euren ankommen, steht in den Sternen.
Ob sie je wieder in der euren ankommen, steht in den Sternen.
✍️ Sarkasmus-Spiegel.de
Für alle, die lieber laut schreien, als leise schweigen.
