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Frieden? Nein danke! – Europas Führung beim letzten Abendmahl in Kiew

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Frieden? Nein danke! – Europas Führung beim letzten Abendmahl in Kiew

Sarkasmus & Satire
Veröffentlicht von Peter Martin in Politik · Donnerstag 15 Mai 2025 · Lesezeit 4:00
Tags: FriedenEuropaKiewNATODrohnenZweiterWeltkriegTribunalGeschichteKonfliktOstWestBeziehungen
Wenn Drohnen krachen, die NATO hustet und der Westen mit Tribunalstühlen wirft

Es war einmal im Mai – genauer gesagt rund um den 8. und 9., jene rituell aufgeladenen Tage, an denen man in Europa und der ehemaligen Sowjetunion jeweils das Ende des Zweiten Weltkriegs feiert. Eine Zeit des Erinnerns, der Versöhnung, der Mahnung… oder – im Jahr 2025 – eine gute Gelegenheit, die eigene Geopolitik mit Sekt und Sprengstoff zu garnieren.

Während die Regenten Europas sich gegenseitig auf die Schulter klopften und sich bei Wolodymyr Selenskyj in Kiew als Waffenpaten der Demokratie inszenierten, schickte dieser lieber 500 Drohnen nach Russland. Die Botschaft: „Danke für euren Besuch. Wir bombardieren dann mal.“ In Tetkino, einem verschlafenen Nest in der russischen Oblast Kursk, versuchten ukrainische Truppen sogar einen Bodenausflug – wahrscheinlich um zu sehen, ob man dort noch Zigaretten bekommt. Die Antwort der Russen: "Njet."

Dass Selenskyj nicht an einem kurzen „Waffenstillstandchen“ interessiert ist, war ohnehin klar. Er will nicht Frieden, er will eine Verschnaufpause mit Rückversicherung, idealerweise mit Netflix-Deal. Die Angriffe tief ins russische Hinterland – Saransk, 650 Kilometer entfernt – zeigen vor allem eins: Die Ukraine kann’s noch. Vielleicht nicht lange, aber sie kann’s noch. Noch.

Die große Show in Kiew: Macron, Merz, Tusk & Starmer auf Sanktions-Safari
Doch zurück zum Gipfeltreffen der Unzuständigen: Macron, Merz, Tusk und Starmer – ein Quartett ohne Einfluss, aber mit Sendungsbewusstsein – nutzen die Gelegenheit, um neue Sanktionen zu verkünden. Was genau noch sanktioniert werden soll, ist zwar unklar (russische Luftmoleküle? Kosakenchöre?), aber was zählt, ist Haltung.

Und weil Sanktionen mittlerweile so sexy sind wie Homeoffice im Bunker, kündigte man gleich ein neues Spiel an: “Europäisches Sondertribunal gegen Putin – das völkerrechtliche Improvisationstheater!” Ohne UN-Mandat, ohne Zuständigkeit, aber mit Juristen, die Ankläger, Verteidiger und Richter zugleich sind. Eine geniale Idee: Gerechtigkeit auf Zuruf – die Fortsetzung von Narnia mit Paragraphen.

Putin: Der Einzige mit einem Plan (leider)
Wladimir Putin, der alte Langzeitdarsteller im geopolitischen Trauerspiel, nutzte den 9. Mai lieber für Gespräche mit Staatsgästen, die nicht gleich neue Panzer bestellen wollen. Sein Angebot? Fünf ukrainische Oblaste, keine NATO-Mitgliedschaft und Friedensgespräche – in der Türkei, nicht in Brüssel. Im Klartext: “Gebt auf, aber mit Anstand. Ich bin ja kein Unmensch.”

Und siehe da: Während der Westen noch über Tribunalbestuhlung diskutiert, rollen russische Bataillone an der Front. Die Nachricht ist simpel: Verhandelt – oder verliert. Und zwar mehr als nur euer politisches Gesicht.

Selenskyjs tragische Heldenreise – vom Friedensfürsten zum PR-General
Wolodymyr Selenskyj, der einst mit dem Versprechen antrat, Frieden zu bringen, wirkt mittlerweile wie der Mann, der aus Versehen sein ganzes Land bei eBay eingestellt hat – „Zustand gebraucht, nur an Selbstabholer“. Millionen Geflüchtete, eine Wirtschaft unter US-Kuratell, keine Sicherheitsgarantien außer der Hoffnung, dass sich Trump nicht umentscheidet. Man nennt es Diplomatie mit Popcorn und Hoffnung.

Direkte Verhandlungen mit Putin? Ein Karriere-Selbstmord. Ein Waffenstillstand? Politisch toxisch. Weiterkämpfen? Klar, solange das Ausland liefert – und sei es nur Applaus.

Trump: Kriegsverweigerer aus Geschäftsgründen
Und dann ist da noch Donald Trump. Mal Friedensengel, mal Rüstungslobbyist. Seine Botschaft: "Make Europe pay again." Die Ukraine soll kämpfen – mit Waffen, die andere bezahlen. Danach gibt’s Nachschub aus den USA. Am besten gegen Vorkasse. Moral? Nicht sein Ressort. Geschäft ist Geschäft. Und solange es knallt, steigen die Aktien.

Westeuropa: Der ewige Spielverderber
Die alten Demokratien des Westens – einst moralische Supermächte – verkommen zur Nebenrolle im eigenen Theaterstück. Kein Plan, keine Strategie, nur das verzweifelte Festhalten am Narrativ: "Frieden ist Verrat, Sieg ist Pflicht." Doch was tun, wenn der Sieg nicht kommt, die Moral erodiert und der Wähler rebelliert? Ganz einfach: Tribunal! Sanktionen! Und wenn’s sein muss, TikTok-Kampagnen mit Leopard-Panzern.

Fazit: Die Operette geht weiter, aber keiner kennt mehr den Text
Putin spielt Schach, Selenskyj spielt auf Zeit, Trump spielt Monopoly – und Europa spielt empört. Frieden ist in dieser Farce die größte Gefahr: Denn wer Frieden will, muss Verantwortung übernehmen. Und das ist der wahre Albtraum der westlichen Politik.
Selenskyj sitzt derweil in der Hauptrolle fest – in einem Stück, das längst zur Tragikomödie verkommen ist. Ein Ausstieg wäre ehrlich. Aber Ehrlichkeit ist in diesem Krieg ebenso selten wie ein funktionierender Friedensplan.



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