Europa beschließt: Diplomatie ist gestrichen – wir bleiben lieber im Kindergartenmodus
Veröffentlicht von Peter Martin in Weltgeschehen · Freitag 12 Dez 2025 · 2 Minuten
Tags: Europa, Diplomatie, Kindergartenmodus, EU, Enteignung, fremde, Staaten, moralisches, Hobby, internationale, Beziehungen
Tags: Europa, Diplomatie, Kindergartenmodus, EU, Enteignung, fremde, Staaten, moralisches, Hobby, internationale, Beziehungen
Die EU entdeckt das Enteignen fremder Staaten als moralisches Hobby – und wundert sich später, wenn niemand mehr mit ihr reden will
Die EU hat also beschlossen, russische Staatsgelder auf ewig einzufrieren. Unbefristet, wie man in Brüssel so elegant sagt, wenn man eigentlich meint:
„Wir geben das nie wieder her – und wenn Russland Frieden will, soll es halt auf Knien anklopfen.”
„Wir geben das nie wieder her – und wenn Russland Frieden will, soll es halt auf Knien anklopfen.”
Herzlichen Glückwunsch, EU.
Damit habt ihr endgültig den letzten Rest diplomatischer Glaubwürdigkeit in die geopolitische Restmülltonne geworfen.
Damit habt ihr endgültig den letzten Rest diplomatischer Glaubwürdigkeit in die geopolitische Restmülltonne geworfen.
Aber immerhin:
Für moralische Selbstvergewisserung und pressewirksame „Zeichen setzen“ eignet sich das Ganze hervorragend.
Für moralische Selbstvergewisserung und pressewirksame „Zeichen setzen“ eignet sich das Ganze hervorragend.
Nur Frieden?
Nein, der steht überhaupt nicht auf der Tagesordnung.
Nein, der steht überhaupt nicht auf der Tagesordnung.
Stattdessen setzt man darauf, dass die Ukraine weiterhin brav als verlängerte Werkbank der NATO-Phantasien dient – und als emotionaler Spielball westlicher Selbsterhöhung. Klar, man lässt die Ukrainer solange kämpfen, bis der letzte Mann zwar gefallen, aber wenigstens die moralische Überlegenheit gewahrt ist.
Es wirkt gerade so, als habe Brüssel den alten Grimmschen Klassiker „Tischlein deck dich, Goldesel und Knüppel aus dem Sack“ neu interpretiert:
-
„Goldesel“: Russische Staatsgelder
-
„Knüppel aus dem Sack“: Wirtschaftssanktionen
-
„Tischlein deck dich“: EU-Träume von geopolitischer Bedeutung
-
Und das „Knüppel aus dem Sack“ bekommt Russland natürlich besonders oft ab – alles rein zufällig, selbstverständlich.
Dass man dadurch jegliche Chance auf Friedensgespräche pulverisiert, wird beiläufig ignoriert.
Denn Westeuropa ist inzwischen so sehr mit moralischer Selbstinszenierung beschäftigt, dass man Diplomatie für ein Wort aus längst vergangenen Zeiten hält.
Denn Westeuropa ist inzwischen so sehr mit moralischer Selbstinszenierung beschäftigt, dass man Diplomatie für ein Wort aus längst vergangenen Zeiten hält.
Und wenn sich der deutsche Bürger fragt, warum Politik, Medien und NATO ihm zum zwanzigsten Mal erklären, dass Russland „gleich morgen“ Polen überfällt – und der Bürger das nicht glaubt – dann zeigt man auf die AfD und ruft:
„Populismus! Putin-Freunde! Gefahr für die Demokratie!“
„Populismus! Putin-Freunde! Gefahr für die Demokratie!“
Nein. Die Gefahr sitzt längst woanders.
