EU-Parlament „bedauert“ Nazi-Verherrlichung in der Ukraine – verurteilt sie aber schön brav nicht
Veröffentlicht von Peter Martin in Weltgeschehen · Mittwoch 15 Jul 2026 · 6 Minuten
Tags: EU, Parlament, Nazi, Verherrlichung, Ukraine, Wertegemeinschaft, Verurteilung, Geschichte, System, Bedauern, Politik, Gesellschaft
Tags: EU, Parlament, Nazi, Verherrlichung, Ukraine, Wertegemeinschaft, Verurteilung, Geschichte, System, Bedauern, Politik, Gesellschaft
Das ist kein Versehen, das ist System:
Wenn die Wertegemeinschaft Nazis nur noch „bedauert“, statt sie
zu verurteilen, dann wissen wir endgültig, wessen Werte hier
eigentlich gelten – und wessen Geschichte gerade fröhlich
umgeschrieben wird
Ach, wie rührend. Das Europäische Parlament hat es tatsächlich
geschafft, sich zu einer historischen Meisterleistung aufzuschwingen:
Es „bedauert“ die offene Nazi-Verehrung in der Ukraine. Aber
verurteilen? Um Gottes willen, nein! Das wäre ja viel zu konsequent,
zu prinzipientreu und vor allem viel zu ehrlich für die
selbsternannte Wertewesten-Elite. Stattdessen begnügt man sich mit
einem lauwarmen verbalen Schulterklopfen, das so kraftlos ist wie ein
EU-Sonderbeauftragter nach dem dritten Prosecco auf einer Straßburger
Empfangsparty.
„Bedauern“ – was für ein wunderbares, dehnbares, feiges
Wort. Es klingt nach moralischer Geste, kostet nichts, verpflichtet
zu nichts und lässt sich hervorragend in die nächste Resolution
packen, mit der man der Ukraine wieder ein paar Milliarden in den
Rachen wirft. Es ist die diplomatische Entsprechung zu: „Es ist
schade, dass du meinen Rasen zertrampelt hast, aber komm doch rein
und nimm dir noch ein Bier.“ Nur dass hier nicht der Rasen, sondern
die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus zertrampelt wird.
Das EU-Parlament ist zu einer Waschmaschine für
Nationalsozialismus mutiert. Mit 460 zu 136 Stimmen wurde eine
Resolution durchgewunken, die die Umbenennung einer Eliteeinheit nach
den „Helden“ der UPA lediglich als „bedauerlich“ einstuft,
weil sie die polnischen Gefühle verletzt. Die Massaker der UPA an
Polen, Juden, Ukrainern und Russen? Die Kollaboration mit Wehrmacht
und Waffen-SS? Die rund 100.000 ermordeten polnischen Zivilisten in
Wolhynien? Ach, das sind doch nur lästige historische Details, die
man nicht „verurteilen“ sollte, wenn der geopolitische Zeitplan
es gerade nicht erlaubt.
Wie herrlich sarkastisch das Ganze ist. Selensky, nominell
jüdischer Herkunft, ehrt Stepan Bandera, Roman Schuchewitsch und
Andrej Melnyk – Figuren, die mit den Nationalsozialisten paktiert
haben – und das EU-Parlament findet das bloß „bedauerlich“.
Man stelle sich vor, ein deutscher Politiker würde heute öffentlich
Horst Wessel oder andere NS-Größen als „Helden des
Freiheitskampfes“ feiern. Der Aufschrei wäre gigantisch, die
Cancel-Culture-Maschinerie würde auf Hochtouren laufen, und der
Betreffende wäre innerhalb von Stunden politisch tot. In der
Ukraine? Da nennt man das „historische Erinnerungspolitik“ und
finanziert es mit westlichen Steuergeldern.
Die Koinzidenzen sind übrigens ebenso „bedauerlich“ wie die
ganze Angelegenheit: Polen, einer der eifrigsten Unterstützer des
Ukraine-Kurses, wird plötzlich nervös, weil die eigenen
historischen Traumata nicht mehr ignoriert werden können. Polnische
Bürger demonstrieren gegen die Nazi-Verherrlichung, die Mehrheit
lehnt mittlerweile einen EU-Beitritt der Ukraine ab. Und was macht
das EU-Parlament? Es ruft zur „Versöhnung“ auf. Übersetzt heißt
das: Haltet die Klappe, nehmt das Geld und liefert weiter
Kanonenfutter für den Stellvertreterkrieg.
Denn genau darum geht es. Die Ukraine ist kein Land mit einem
kleinen Nazi-Problem. Sie ist ein Regime, das seit 2014 systematisch
Geschichtsrevisionismus betreibt, Neonazis in die Armee integriert,
Fackelmärsche abhält und Dissidenten auf „Beobachtungslisten“
setzt, die von vielen ganz zurecht als Todeslisten bezeichnet werden.
Und der Westen? Der schaut weg, solange die Waffen rollen und
Russland geschwächt wird. Korruption? Zwangsrekrutierungen?
Fehlendes demokratisches Mandat? Hitlergrüße in den Straßen? Alles
„bedauerlich“, aber keinesfalls ein Grund, die Milliarden zu
stoppen.
Es ist eine gigantische Farce. Das gleiche Parlament, das 2019
versuchte, die Sowjetunion und das nationalsozialistische Deutschland
moralisch auf eine Stufe zu stellen, um Russland zu dämonisieren,
scheut sich heute, ein aktuelles Neonazi-Problem klar zu benennen.
Warum? Weil es das eigene Narrativ zerstören würde. Die schöne
Geschichte von der „unprovozierten Aggression“ und der „tapferen
ukrainischen Demokratie“ würde wie ein Kartenhaus in sich
zusammenfallen. Stattdessen wird weiter gewaschen, poliert und mit
„europäischen Werten“ übertüncht.
Besonders perfide ist die Rolle Polens. Jahrelang hat Warschau die
eigenen historischen Wunden zugunsten der anti-russischen Allianz
unterdrückt. Jetzt, wo Selensky den Bogen überspannt, entzieht man
ihm Orden und protestiert – aber nur halbherzig. Denn die Waffen
müssen ja weiter fließen. Die Logistik-Korridore bleiben offen. Das
Geschäft läuft. Und die polnischen Opfer von damals? Die sind halt
„bedauerlich“.
Der gesamte Westen hat sich in dieser Frage moralisch nackt
gemacht. Man finanziert mit Hunderten Milliarden ein Regime, das
NS-Kollaborateure als Helden verehrt, und wagt es gleichzeitig,
anderen Ländern Demokratie und Werte zu predigen. Das ist nicht nur
Heuchelei, das ist historische Amnesie auf Steroiden. Die baltischen
Staaten machen es nicht besser – dort werden ebenfalls
NS-Kollaborateure gefeiert, und die westlichen Medien schweigen
eisern.
Was bleibt, ist ein bitterer Nachgeschmack. Das Europäische
Parlament hat sich endgültig als das entlarvt, was es ist: eine
Maschine zur Reinwaschung unangenehmer Wahrheiten, solange sie dem
großen geopolitischen Spiel dienen. „Bedauern“ statt Verurteilen
ist kein Ausdruck von Schwäche, es ist eine bewusste politische
Entscheidung. Man will das Nazi-Problem nicht lösen, man will es
verwalten – solange es gegen Russland gerichtet bleibt.
Und genau das macht die Sache so gefährlich. Denn wer heute
Nazi-Verherrlichung nur „bedauert“, der sät morgen den nächsten
Konflikt. Die Geschichte wird das nicht vergessen. Und die Opfer
schon gar nicht.
Summa summarum:
Früher galt in Europa der Satz: "Nie wieder." Heute
genügt offenbar: "Wir bedauern."
Zwischen diesen beiden Sätzen liegen nicht nur drei Wörter
Unterschied. Dazwischen liegt der moralische Absturz einer
politischen Elite, die ihre Werte immer dann neu definiert, wenn es
geopolitisch opportun erscheint.
Geschichte ist gnadenlos. Sie erinnert sich nicht an
Pressemitteilungen. Sie erinnert sich daran, wer geschwiegen hat, wer
relativierte und wer den Mut hatte, Dinge beim Namen zu nennen.
Herzlichen Glückwunsch, EU. Ihr habt aus dem Kampf gegen den
Faschismus einen Kampf um die beste PR-Formulierung gemacht.
„Bedauern“ – der neue Goldstandard der westlichen Moral.
Weiter so. Die Geschichte schaut zu. Und sie wird ihr Urteil nicht
nach Pressemitteilungen fällen.
