Der kleine Friedrich – plötzlich Friedensfürst oder nur gut getarnt?
Veröffentlicht von Peter Martin in Politik · Samstag 09 Aug 2025 · 2:00
Tags: Friedrich, Friedensfürst, Kapitalia, Waffenexporte, Menschenrechte, Dekoration, Frieden, Menschenrechte, in, der, Politik
Tags: Friedrich, Friedensfürst, Kapitalia, Waffenexporte, Menschenrechte, Dekoration, Frieden, Menschenrechte, in, der, Politik
Kapitalia stoppt Waffenexporte – Menschenrechte erstmals nicht nur als Dekoration benutzt
Es geschieht nicht oft, dass in der Hauptstadt von Kapitalia eine Entscheidung getroffen wird, die nicht ausschließlich dem Bruttoinlandsprodukt dient. Doch Friedrich der „Kleine“, oberster Kassenwart, Business-Class-Monarch und Schutzpatron der Dividenden, hat es getan:
Vorerst keine Waffen mehr an Israel.
Juristen rieben sich verwundert die Augen, Menschenrechtler stürzten kollektiv vom Stuhl: Die Entscheidung entspricht tatsächlich den Buchstaben des Völkerrechts und – man halte sich fest – dem Geist der Menschenwürde. Normalerweise fristet letzteres in den Schubladen der Macht ein tristes Dasein, zwischen Kaffeeflecken und halbvergessenen UNO-Resolutionen.
Dass Friedrich der Kleine, sonst eher bekannt für seine „Hauptsache der Dollar rollt“-Politik, plötzlich den Pazifisten gibt, erinnert an einen Investmentbanker, der seinen Bonus an die Tafel spendet. Theoretisch möglich, praktisch jedoch so selten wie ein ehrlicher Lobbyist.
Rechtslage:
Nach internationalem Recht – Stichwort Arms Trade Treaty und EU-Gemeinsame Position – dürfen Waffen nicht in Konfliktregionen geliefert werden, wenn das Risiko besteht, dass sie zu Kriegsverbrechen eingesetzt werden. Normalerweise interpretieren Staaten diese Regeln so flexibel wie ein Yogalehrer mit Gummirücken. Dass Kapitalia sie nun offenbar wörtlich nimmt, könnte als juristische Sensation gelten.
Menschenwürde – nicht nur fürs Schaufenster
Artikel 1 des Grundgesetzes sagt bekanntlich: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ In der Praxis wurde dieser Satz lange als dekoratives Zitat für Kanzlei-Websites behandelt. Doch nun, plötzlich, gilt er auch für Menschen außerhalb der Landesgrenzen – ein Affront gegen die seit Jahrzehnten eingeübte Doppelmoral.
Schattenseite:
Natürlich muss man in Kapitalia vorsichtig sein: Jede moralisch saubere Entscheidung wird sofort von Verdacht des Antisemitismus umwabert. Vielleicht hat der kleine Friedrich schlicht festgestellt, dass Panzer nicht so hohe Renditen bringen wie Rüstungsaktien an der Börse. Oder er hofft, dass ihn die Friedensnobelpreis-Jury schneller anruft als der nächste Lobbyverband.
Summa summarum:
Wenn selbst der oberste Kassenwart von Kapitalia den Waffenhahn zudreht, könnte es sein, dass wir eine kurze historische Phase erleben, in der das Recht nicht dem Geld, sondern das Geld ausnahmsweise dem Recht folgt. Aber keine Sorge: Die Business-Class ist flexibel – spätestens nach der nächsten Konjunkturflaute wird wieder geliefert, und zwar „aus humanitären Gründen“.
Wenn selbst der oberste Kassenwart von Kapitalia den Waffenhahn zudreht, könnte es sein, dass wir eine kurze historische Phase erleben, in der das Recht nicht dem Geld, sondern das Geld ausnahmsweise dem Recht folgt. Aber keine Sorge: Die Business-Class ist flexibel – spätestens nach der nächsten Konjunkturflaute wird wieder geliefert, und zwar „aus humanitären Gründen“.
